Visualisierung: Mehr als die halbe Miete

Bei der Verwaltung von sehr vielen Objekten wie etwa von Waren im Supermarkt, Maschinen auf dem Werksgelände oder auch Immobilien kann leicht der Überblick verloren gehen. Wir zeigen Ihnen, wie DeltaMaster dabei helfen kann, Struktur ins Chaos zu bringen!

Aktuell sind Mietpreise von Wohnungen ein Dauerthema in den Medien und in der Öffentlichkeit. Schlagen wir uns zumindest heute einmal auf die Seite eines Immobilienunternehmens, das sich über bestimmte Kennzahlen der vermieteten Wohnungen informieren möchte.

Im Bestand sind 4 Wohnanlagen enthalten, die sich in diesem fiktiven Beispiel an den realen Standorten von Bissantz & Company befinden mögen: Nürnberg, Hamburg, München und Darmstadt.

Eine Wohnanlage bestehe aus Blöcken und jeder dieser Blöcke besitze Etagen mit den zugehörigen Wohnungen. Eine Grafische Tabelle fasse die momentan interessierenden Eigenschaften zusammen, hier bis hinunter auf die Blockebene dargestellt:

Daten über ObjekteDaten über Objekte

Hier sehen wir unter anderem die durchschnittlichen Quadratmeteranzahlen, die Anzahl der Wohneinheiten (WE), die Differenz der Miete pro qm zu einem momentan in Berlin diskutierten Maximalwert von 8 Euro und die Anzahl der frei verfügbaren Wohnungen.

Wie können wir mit DeltaMaster unterstützend zur Seite stehen?

Hilfreich könnte es sein, sich noch einmal die Lage der Wohnungen vor Augen zu führen, sowohl global in Deutschland als auch lokal im Gebäude.

Wir werden dazu jeweils die Geo-Analyse in zwei Varianten verwenden, einmal setzen wir eine Darstellung mit Markern ein und einmal eine Darstellung mit eingefärbten Flächen.

Für die globale Einordnung sind Objekte mit zwei Elementeigenschaften der geographischen Breite und Länge versehen, die mit einem Geo-Mapping für Orte verknüpft werden. Zusätzlich hinterlegen wir über einen Kartendienst – in diesem Falle von Google – eine Deutschlandkarte:

Standorte sämtlicher ObjekteStandorte sämtlicher Objekte

Für die Wiedergabe der Wohnanlagen nutzen wir die Tatsache, dass die für die Darstellung von Karten verwendeten Shapefiles sehr flexibel definiert werden können und beileibe nicht immer einer Landkarte ähneln müssen. Wir verwenden hier den Typ Polygon für einzelne Elemente des Shapefiles. Eine vereinfachte Darstellung der (fiktiven!) Anlage in Hamburg mit ihren zwei Blöcken und vier Etagen sieht bei der Kennzahl „durchschnittliche Mietdauer“ so aus:

Vereinfachte Darstellung der Anlage in HamburgVereinfachte Darstellung der Anlage in Hamburg

Ein paar Anmerkungen: Das benötigte Shapefile wird (bis auf Weiteres) nicht von DeltaMaster erzeugt, sondern muss mit externen Programmen erstellt werden. Hier haben wir uns des R-Packages „shapefiles“ bedient.

Die Erstellung ist relativ einfach: Für jede Wohneinheit muss ein Polygonzug definiert werden, der den Grundriss beschreibt. Hier wurde jede Wohnung vereinfachend als Rechteck, bzw. mit der perspektivischen Darstellung als Parallelogramm dargestellt. Zwei Parallelogramme dürfen sich nicht überschneiden.

Wer den Aufwand nicht scheut, kann durchaus mehr Realismus erzielen und den tatsächlichen Grundriss verwenden.

Eine ähnliche Darstellung könnte zum Beispiel auch für Geschäfte in Einkaufscentern oder für Bestückung von Regalen in Baumärkten entstehen. Gibt es die dritte Dimension nicht, kann auch auf die perspektivische Darstellung verzichtet werden.

Wir haben jedes Objekt in der Karte in die Nähe des tatsächlichen Standpunktes transferiert, bloß sind die Objekte auf der oben gezeigten Deutschlandkarte wegen ihrer geringen Ausdehnung nicht zu erkennen, bzw. wären in der gezeigten Zoomstufe ohnehin vom Marker verdeckt!

Da die Einblendung des Kartendienstes bei der Objektdarstellung zu visueller Unruhe führt, haben wir bei dem Bericht für ein einzelnes Objekt auf den Einsatz verzichtet.

Bei der geringen Zahl von 4 Objekten könnten diese künstlich optisch vergrößert werden, aber da wir Objekte immer einzeln und ohne Hintergrund ansehen, ist es eigentlich fast egal, wie groß sie angelegt sind und wo genau sie innerhalb der Karte stehen – Hauptsache ist, sie kommen sich nicht in die Quere!

DeltaMaster zoomt sich nämlich in der Geoanalyse bei Auswahl einer Wohnanlage immer so dicht wie möglich an das Objekt heran.

Haben wir im Datenmodell eine Hierarchie Objekt – Block – Ebene im Block – Wohneinheit angelegt und in der Modellierung den Punkt „Geo-Mappings: Gebiete für übergeordnete Ebenen entsprechend der Hierarchie zusammenfassen“ aktiviert, sind auch die üblichen Zoomen- und Browsen-Optionen verfügbar.

Hier schauen wir uns per Browser gerade die Quadratmeterzahlen der Ebene 2 im Block 2 in Hamburg an (bitte klicken Sie auf die Grafik für eine vergrößerte Darstellung!):

Browsen im Immo-ShapefileBrowsen im Immo-Shapefile

Wie hier geschehen, können auch die Flächenwerte (im doppelten Sinne des Wortes) an Ort und Stelle dargestellt werden. Im folgenden Beispiel haben wir zusätzlich die internen Verwaltungsnummern der Wohneinheiten angezeigt:

Browsen im Immo-Shapefile mit BezeichnungenBrowsen im Immo-Shapefile mit Bezeichnungen

Und hier zoomen wir uns aus der Wohnungsdarstellung auf die Blockebene heraus und erkennen leichter, dass in Ebene 2 des ersten Blockes die Mieter im Schnitt nur 33 Monate die Wohnung bezogen haben:

Zoomen im Immo-ShapefileZoomen im Immo-Shapefile

Nun wählen wir diese Ebene 2 in Block 1 aus und zoomen partiell in die Wohneinheiten:

Partielles Zoomen im Immo-ShapefilePartielles Zoomen im Immo-Shapefile

Nützlich könnte bei der Darstellung auch ein Foto des Gebäudes sein, das wir dynamisch per URL-Ansicht (demnächst offiziell verfügbar) einblenden, hier die Nürnberger Zentrale:

Das Nürnberger ObjektDas Nürnberger Objekt

Mit der neuesten Version 6.2.7.1 von DeltaMaster ist es möglich, Analysewerte per Verknüpfung aus einer Grafischen Tabelle an die Geo-Analyse zu übergeben. Wir versehen deshalb die anfangs genannte Grafische Tabelle mit Verknüpfungen auf einen Multiples-Bericht, in welchem wir die Landkarte mit den Markern, eine Kopie der Grafischen Tabelle, die URL-Ansicht mit Foto und die schematische Darstellung des Gebäudes unterbringen.

Klicken wir – für die Kennzahl mit dem durchschnittlichen Delta zum geforderten Wert von 8 Euro pro qm – auf die 3,14 von Nürnberg, landen wir bei der folgenden Zusammenfassung:

Analyse des Deltas für NürnbergAnalyse des Deltas für Nürnberg

Nur der langjährige Pförtner aus der ersten Etage in Block 1 zahlt noch den vor längerer Zeit vereinbarten Quadratmeterpreis 1,53 Euro unterhalb der Grenze von 8 Euro.

Hätte man sich für die freien Wohnungen in Block 3 interessiert, so sähe man nach einem Klick auf die 3 von Block S1B3 in Nürnberg den folgenden Multiples-Bericht:

Freie Wohnungen in Block 3Freie Wohnungen in Block 3

Alle freien Wohnungen sind in Ebene 5 (bevor Sie zum Hörer greifen: Es ist nur ein fiktives Beispiel!).

Die gezeigten Screenshots der Multiples wurden allesamt per Grafikprogramm erzeugt. Der Multiples-Nutzer darf sich aber bereits jetzt schon freuen: Unsere Entwicklung arbeitet eifrig an einem Export des gesamten Multiples-Berichts (bisher wird jedes Fenster für sich exportiert).

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